So, oh, liebe Sanne, hier nun meine ungeübte aber gut gemeinte Antwort!
Zunächst Deine Fragen:
1)Welche Zeichen gelten als (besonders) eifersüchtig?
2)Sind spezielle Planeten-Konstellationen hierbei von Bedeutung?
3)Es heißt ja immer Pluto bzw. Skorpion muss das Loslassen lernen. Ich habe jedoch noch nirgendwo gehört bzw. gelesen (auch nich in Donna Cunninghams Pluto-Buch), wie diejenige Person das bewerkstelligen kann. Ich wäre also super dankbar, wenn sich hier ein paar Tipps bzw. Erfahrungsberichte ergeben
und: Ich habe über Deinen letzten Absatz nachgedacht, ...
4)Kannst Du den jedoch vielleicht noch mal näher erläutern, wie Du das genau meinst?
Ich möchte gerne ein wenig auf den einen Beitrag von Helen Fritsch eingehen, sie schreibt:
"Im Prinzip können alle Tierkreiszeichen eifersüchtig werden. Die Art und Weise ist aber ganz unterschiedlich.
Im Hinblick auf die Planeten spielt sicherlich Pluto eine entscheidende Rolle. Da Eifersucht ein Gefühl ist, wird die Mond-Position damit zutun haben. Eifersucht führt auch zu einem spezifischen Verhalten und da können wir auch Venus und Mars hinzunehmen.
Das 8. Haus, das sich am meisten dagegen sträubt, Verluste zu akzeptieren, kann eben so zu dieser Thematik dazu gehören.
Bei speziellen Aspekten wäre ich vorsichtig. Aber alle Aspekte zwischen Planeten, die auf eine Festhalten hinweisen, können wir dazu zählen. Alles, was keine Teilung duldet und Verluste verabscheut. Ein schwaches Selbstwertgefühl kann auch zur Eifersucht führen. Konjunktionen zwischen Mond/Venus/Mars könnten solche Indizien sein."
Ich sehe es auch so, wie sie es schreibt:
"Im Prinzip können alle Tierkreiszeichen eifersüchtig werden. Die Art und Weise ist aber ganz unterschiedlich." Alle Zeichen können eifersüchtig sein, der Hintergrund der Zeichen beschreibt ja
auch "nur" das Grundrepertoire der Lebensäußerungen.
Helen Fritsch schreibt außerdem noch weiter:
"Eine Beziehung, in der Eifersucht eine große Rolle spielt, wird in der Regel von beiden Partnern kultiviert!", zudem: "Einige Menschen haben darin sehr viel Gefallen und würden eine Beziehung, in der Eifersucht keine Rolle spielt, nicht lange aushalten."
Das steht sicher außer Frage.
Als weniger anfällig für eifersüchtiges Verhalten und Eifersucht sind die Tierkreiszeichen
Fische,
Wassermann,
Zwillinge genannt worden.
Zu den Eifersüchtigen werden als erstes die
Skorpione, da sie viel
"Leidenschaft in einer Beziehung investieren", gezählt, desweiteren der
Stier -, wahrscheinlich weil
"Alles, was keine Teilung duldet und Verluste verabscheut" zu Eifersucht neigt.
"Keine Teilung zu dulden" entspricht wohl der positiven Erdelement-Energie und
"der Abscheu vor dem Verlust" ist eine Erdeigenschaft, die im Stier auch wohl noch der fixen Qualität geschuldet ist. Und
Krebs,
weil er sich so gerne verbunden und eins fühlt, und ein (wirkendes) Gefühl auch
nicht mehr so schnell losläßt, also aus einer
Mischung von 'investierende' Leidenschaft, Angst/Abneigung vor Trennung und Verlusten.
Der Rat:
"Schaue in deinem Horoskop nach dem Mond und der Venus. Was stehen ihnen zur Verfügung? Kann Pluto dabei helfen? Vielleicht auch Mars?"
Das hört sich anregend an, dahingehend, sich anhand der Stellung und Aspektierung der einzelnen Planeten ein Bild über seine Bedürfnisse zu machen und die Tendenzen mit sich und seinen Bedürfnissen umzugehen.
Du schreibst von einer Mond/Pluto-Opposition bei Dir, die es in der Synastrie mit einem Quadrat zu tun bekommen hat. Das hört sich für mich schnell nach einem Machtkampf an, wo es wahrscheinlich auch darum geht, sich mit seinen Mondeigenschaften nicht abwerten zu lassen (und evtl. im Hinblick auf die eigenen Pluto-Qualitäten nicht zu ungeduldig, ablehnend und dominant auf die Beziehung zu reagieren), sich in einer selbstbewussten emanzipierten Einstellung bzw. Haltung zu festigen. - Darauf zu schauen, ob die Planeten Mond und Venus einerseits durch irgendetwas abgewertet werden, durch Stellung oder Aspekte, und andererseits zu schauen, was ihnen bzw. Dir sonst noch zur Verfügung steht, hört sich für mich plausibel an. Die Sache ist, nach meinen Dafürhalten, deswegen irgendwie heikel, weil der Mond das Urprinzip der Unterstützung/Ernährung ist, ist er auch schnell der Gekniffene. -(Wie es um die Weiblichkeit bei der Venus bestellt ist, ist aber auch wichtig.)- Damit umgehen zu lernen erfordert auch zu wissen, wer man ist, und was gut für einen ist.
In einer spirituellen Richtung habe ich neulich einmal gelesen, dass man sozusagen am Ende des Tages sein Leben auch daran messen soll/muss, ob man es nicht doch zu sehr zugelassen hat, dass andere einem schaden – können. Gerade weil das Mond-Prinzip, es von Natur aus als selbstverständlich ansieht, dass man für andere Kompromisse macht, es die weise Einsicht hat, dass Leben auch bedeutet, Opfer bringen zu können, erfordert es allerdings wohl auch ein Bewusstsein für Entscheidungen mit einem Augenmaß für den Sinn des Lebens. Nichts wird
(meines Erachtens) so schnell unter
-gebuttert, wie die mütterliche und nährende Unterstützung -
weil sie sich schier jeder zu Nutzen macht.
Das Muster, das mit den Pluto/Skorpion/8.Haus-Kräften in einer Beziehung zum Tragen kommt, sieht, meines Erachtens, etwa so aus, ich zitiere Hajo Banzhaf und Brigitte Theler aus
"Du bist alles, was mir fehlt": "Eine Liebe unter Vorbehalt meint nie den anderen sondern immer nur unser inneres Seelenbild, für das der andere ein möglicher Kandidat ist. Nichts ist einfacher, als die Vorstellung zu lieben, die wir uns von einem Menschen machen, da sie unserem inneren Partnerbild entspricht. Dabei lieben wir aber eben nur unsere Vorstellung, die wir uns vom anderen machen, sozusagen unser inneres Bild, das wir vor ihn stellen. Natürlich merken wir zunächst nicht, was wir da tun. Eine Projektion wird immer so lange als die reine Wirklichkeit erlebt, bis uns – wenn überhaupt – langsam dämmert, dass wir einmal mehr unserer Vorstellung aufgesessen sind."
Pluto-Skorpion fixiert (kapriziert) sich auf diese Bilder. Es entsteht ein Spiel oder Kampf um die wahre Identität. Banzhaf und Theler schreiben weiter über den nötigen Emanzipationsprozess:
"Um das andere Geschlecht in seiner Andersartigkeit wirklich verstehen zu können, ist es notwendig, unsere innere Gegengeschlechtlichkeit zu entfalten. Solange Animus und Anima nur im Unbewussten wirken, werden wir unserem Gegenüber niemals gerecht, sondern nehmen von ihm nur ein naives, beschränktes Bild wahr, das wir selbst auf ihn projizieren. Erst mit allmählicher Bewusstwerdung erkennen wir langsam mehr und mehr, wie unser Partner an sich ist, und lernen, zwischen ihm und dem Bild zu unterscheiden, das wir bislang von ihm hatten. Aber erst, wenn sich als weiterer Bewusstwerdungsschritt unser inneres Suchbild (Anm.: also wir uns selber) zu entfalten beginnt, wachsen wir über die einseitige Enge unserer anfänglichen Wahrnehmung hinaus und beginnen, das andere Geschlecht in seiner ganzen Andersartigkeit zu begreifen und wertzuschätzen. Dieser Bewusstwerdungsschritt ist deshalb so unerläßlich, weil nur etwas, das uns bewusst geworden ist, von uns überhaupt wahrgenommen und wirklich wertgeschätzt werden kann. Was nicht in unserem Bewusstsein ist, liegt im Dunkeln und wird von uns so lange verkannt oder gänzlich übersehen, bis es uns vielleicht eines Tages langsam dämmert und einzuleuchten beginnt. Erst dann beginnen wir etwas im »rechten Lichte« zu betrachten, erst dann wird es uns klar, erst dann können wir es in seiner Eigenart und seinem Eigenwert erkennen und schätzen."
Das ist jetzt sehr umfassend, um nicht zu sagen umständlich erklärt, was ich dazu sagen habe, aber ...
Die zweite Frage: Sind spezielle Planeten-Konstellationen hierbei von Bedeutung?, ist noch einmal die Frage danach, ob die Planeten (für das) Selbstbewusstsein in Beziehung fördernd sind oder die Energie der Planeten-Darsteller eher abgewertet erlebt werden. Wenn Du magst, könntest Du im Forum der Grundausbildung (->Astrologische Literatur - Leseprobe) einen Auszug und einen Fragebogen aus dem oben zitierten Buch ziehen.
Für mich ist es in meiner letzten Beziehung so gewesen, dass ich plötzlich bemerkt habe, dass es alles ganz schön kompliziert sein kann. Dass man sich auf der einen Seite mag und auf der anderen Seite jede Menge falsche Vorstellungen und Missverständnisse im Raum hängen können, obwohl das Grundgefühl Freude und Interesse an dem anderen ist. ...
Liebe Grüße!
Bettina