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Familiäre Prägung im Horoskop

Forum zu astrologischen Themen, Tagesqualität und Fragen zum eigenen Horoskop"

Moderator: bluemoon

Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon Helen » Fr 5. Mär 2010, 11:56

Hallo ihr alle,
aus technischen Gründen war es erforderlich, dass ich im Forum ein neues account bekomme. Das hatte zur Folge, dass ich meine Beiträge löschen musste. Die letzten zu unserem Thema "familäre Prägung" sind natürlich gespeichert und ich werde sie übers Wochenende wieder einsetzen.

Zum Thema der Diskussion ist zu sagen, dass es sehr wichitg ist, die Familiengeschichte zu kennen, sich in sie hineinzufühlen, dann aber seine eigene zu schaffen und dazu zu stehen. Interessant finde ich, was uns dazu das 12. Haus sagt... Und ich finde, ihr seid sehr gut im Kontakt mit der Thematik gekommen. Wie man bei Janine sieht, spielte sie in ihrem Beziehungsmuster eine große Rolle. Es war für sie sehr wichtig, sich darüber bewusst zu werden, dass sie nicht nach den vorgeburtlischen Wünschen ihrer Mutter funktionieren muss, sondern sich ihre eigene erfüllen kann. Ängste können so oft übtragen werden, so zu sagen von anderen angenommen sein. In der psychologie spricht man dann von "Introjektionen". Etwas von Außen wird innerlich angenommen und als eigenes erlebt, ist aber etwas Fremdes. Bei der Projektion ist es genau anders herum. Etwas Eigenes wird nach Außen gerichtet. Es wird empfunden, als käme es von Außen nach Innen.
Im Falle der familiären Prägungen, die ich behandle, werden wir sehen, dass es sich um Introjektionen handelt.
Spannend finde ich, dies in eigenem Horoskop zu endecken...
Ich selbst habe so eine Menge entdeckt und verstanden...
Viele Grüße
Helen
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon outremer » Sa 6. Mär 2010, 20:40

Ein herzliches Hallo an Alle,

mit Interesse verfolge ich eure Diskussionen über Janines Horoskop, aber mir liegt noch etwas auf der Zunge (sozusagen):

Venus Konj. AC Löwe, Quadrat Chiron H10, Quadrat Mars Skorpion H4:

Venus Löwe liebt den großen Auftritt, will bewundert werden – umso mehr, wenn sie in Konj. zum AC steht. Ein wahrscheinlich nicht unerheblicher Teil ihres Selbstbewusstseins hängt von der positiven Reaktion ihrer Umwelt ab. Dazu kommt Quadrat Chiron H10: die Verletzung „in der Öffentlichkeit“ oder „von der Öffentlichkeit“ oder „in dem öffentlichen Auftreten“ – und das kann verheerend wirken auf den Stolz und auch das weibliche Selbstbewusstsein (Venus), welches ja so sehr auf „Applaus“ aus ist. Dazu kommt noch Quadrat Mars: sie setzt sich mit ganzer Kraft – und manchmal auch zu sehr, vielleicht zu aggressiv, dafür ein, dass sie geliebt wird.

Gelingt ihr das nicht, fühlt sie sich nicht genügend geliebt oder bewundert, kann auch das zu Stimmungsschwankungen führen. (Neben der schon genannten Mondkonstellation UND des H12 Krebs, den "Vorgeburtlichen Erwartungen": Geborgenheit, Sicherheit, Liebe geben und empfangen...)

Liebe Grüße

Outremer
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon bluemoon » So 7. Mär 2010, 10:55

Hallo outremer,

herzlich Willkommen im Forum, das Spektrum der Möglichkeiten erweitert sich! :thumbup:

Ich weiß nicht, ob du die Beiträge von Helen mitbekommen hast - sie musste sie aus technischen Gründen noch einmal heraus nehmen. Vielleicht stellt sie diese aber wieder ein, dann wird durch die Infos einiges klarer.

Ich bin bisher vor allem davon ausgegangen, dass sie sich auf ihre "blauen Aspekte" konzentriert, die männlichen Anteile nach außen projiziert - weil vielleicht schwierig - und dass sie ihr eher "entgegen kommen".

Tatsächlich ist das eine Variante, dass sie die Mars-Energie auf eher destruktive Weise lebt. Das würde auch in das gezeichnete Bild passen.

Liebe Grüße
bluemoon :wave:
Vielleicht gibt es schönere Zeiten, aber diese ist die unsere. Jean-Paul Sartre
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon Helen » So 7. Mär 2010, 12:23

Hallo ihr alle,
aus technischen Gründen, musste ich meine Beiträge zu dieser Thematik bis zum 5.3.10 löschen. Ich habe sie vorher gespeichert und füge sie hier hintereinander ein. Ist zwar nicht ganz so schön, aber vielleicht besser als gar nichts...
Ich bitte um Verständnis und grüße alle freundlich
Helen

Forum: Astrologische Fragen,

Familiäre Prägungen, Mo 1. Mär 2010, 12:48

Hallo Bluemoon, hallo Nokami (was für ein schöner Name...),
ich finde die Beiträge zutreffend und ich merke, dass ihr schon im guten Kontakt mit dem Horoskop seid. Ich möchte noch anmerken, dass die Klientin damit einverstanden ist, hier auf der Site in dieser Form zu erscheinen und das Janine ein Pseudonym ist.
Und nun gebe ich euch noch einige weitere Deutungsideen.
Die Stimmungsschwankung kommt auch oft durch Mond-Opposition oder Quadratur Jupiter.
Jupiter im Kontakt mit dem Mond, zeigt die Tendenz von starken und auch schönen Gefühlen, nicht genug bekommen zu können. Glücksgefühle sättigen nicht. Und so entstehen Schwankungen. Ängste, sich verlassen zu fühlen können durch Mond-Neptun entstehen, wozu ein Mond in den Fischen zusätzlich disponiert. Neptun im Kontakt mit dem Mond macht außerdem sehr sensitiv. Man möchte sich hingeben und verschmelzen. Zeitweilig wird die Einsamkeit aber auch als erholend und angenehm empfunden. Man kommt zur Ruhe und fühlt sich spirituell gut aufgehoben. Dazu passt ein künstlerischer, spiritueller, sozialer Kontext. Im realen Leben kann er sich noch ganz anders manifestieren, es ist nicht möglich, alle Varianten aufzuzählen und auch nicht notwendig, denn die Klientin kann selbst darüber erzählen. Wichtig ist das Gefühl zu haben, gebraucht zu werden. Ist dies nicht gegeben, können Ängste entstehen, die Orientierung zu verlieren.

Alle andere Faktoren, die ihr erwähnt habt, finde ich interessant und passend. Ein Horoskop hat bekanntlich viele Facetten...
Und nun... wie geht es weiter?
Liebe Grüße
Helen
***

Di 2. Mär 2010, 22:13

Hallo ihr alle,
Janine ist Musikerin und spielt Geige. Sie ist viel unterwegs, oft auch im Ausland. Sie muss immer wieder in Hotels übernachten, reist mit dem Orchester von einer Stadt zur anderen und erlebt viel Stress. Sie liebt ihren Beruf aber sehr und hat auch Erfolg. Seit 6 Jahre lebt sie in einer festen Beziehung in Deutschland, doch auf eine Tournee verliebte sie sich in einem Amerikaner. Sie hat ihrem Freund bisher davon nichts erzählt und leidet unter großen Stimmungsschwankungen. Die Dreiecksbeziehung bekommt ihr nicht gut. Sie findet nicht den Mut, sich weder von dem einem noch dem andern zu trennen. Sie fürchtet, irgend wann vom Schicksal bestraft zu werden und für den Rest ihres Lebens einsam zu sein. Im Gespräch stellt sich heraus, dass Angst vor Einsamkeit sie immer wieder befällt. Von ihrer Mutter erfährt sie, dass sie sich in der Schwangerschaft ein bezauberndes Kind gewünscht hätte, das stets viel Zuneigung erleben würde. Die Mutter fühlte sich selbst in der Schwangerschaft oft alleine gelassen. Dem künftigen Kind sollte es genau anders herum gehen. Es möge außerdem gesund, gut aussehend und stets liebenswert sein.

Wo wird dies im Horoskop gespiegelt? Wie kann die Tochter mehr selbst werden? Einerseits zwar den Mutter-Traum annehmen, der Teil ihres Schicksals wurde, aber nicht so viel, dass sie sich vom ihm überwältigen lässt. Wie kann sie ihren eigenen Bedürfnissen mehr gerecht werden?
Liebe Grüße
Helen
***

Mi 3. Mär 2010, 22:23

Hallo Nokami,
studierst du eigentlich bei uns oder bist du Autodidaktin? Jedenfalls hast du schon ein sehr sicheres Gefühl beim Deuten!
In der Regel ist es so, dass man zwar die Musik an einer Stelle des Hor. wie bspw. Neptun im 5. Haus finden kann, diese Bestimmung macht Sinn. Aber wenn der Beruf wirklich passt, dann passen alle oder fast alle Planeten zum Beruf. So können wir unterschiedliche Fragen in einem gleichen Horoskop vollständig von allen (oder fast allen) Planeten beantwortet finden. Und genau diese Fülle von Planeten, die auf das gleiche hinweisen, machen den Astrologen in der Beratung sicher...
Also steht auch der Mond in den Fischen für die Musik und alle Aspekte dazu. Wenn man will kann man auch die Venus dazu zählen...

Die Frage, die sich jetzt schließlich stellt: Was machen wir mit den Aussagen der Mutter? Wo sehen wir sie im Hor. und vor allen, in wie fern, sind sie für Tochter von Bedeutung?

Liebe Grüße
Helen
***
***
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon Helen » Mo 8. Mär 2010, 07:07

outremer hat geschrieben:Venus Konj. AC Löwe, Quadrat Chiron H10, Quadrat Mars Skorpion H4:

Venus Löwe liebt den großen Auftritt, will bewundert werden – umso mehr, wenn sie in Konj. zum AC steht. Ein wahrscheinlich nicht unerheblicher Teil ihres Selbstbewusstseins hängt von der positiven Reaktion ihrer Umwelt ab. Dazu kommt Quadrat Chiron H10: die Verletzung „in der Öffentlichkeit“ oder „von der Öffentlichkeit“ oder „in dem öffentlichen Auftreten“ – und das kann verheerend wirken auf den Stolz und auch das weibliche Selbstbewusstsein (Venus), welches ja so sehr auf „Applaus“ aus ist. Dazu kommt noch Quadrat Mars: sie setzt sich mit ganzer Kraft – und manchmal auch zu sehr, vielleicht zu aggressiv, dafür ein, dass sie geliebt wird.

Gelingt ihr das nicht, fühlt sie sich nicht genügend geliebt oder bewundert, kann auch das zu Stimmungsschwankungen führen. (Neben der schon genannten Mondkonstellation UND des H12 Krebs, den "Vorgeburtlichen Erwartungen": Geborgenheit, Sicherheit, Liebe geben und empfangen...)


Outremer



Hallo Outremer,
was für einen schönen Namen... Bist du wirklich jenseits des Meeres...?!
Du hast etwas SEHR Wichtiges angesprochen. Mit dieser Konstellation könnte man sich eine gut aussehende Person vorstellen, die sich aber darauf angewiesen fühlt, bei anderen gut anzkommen. Bewundert werden etc... Der scheinbar so selbstsicherer Löwe hat innerlich Selbstzweifel. Dem Löwe gegenüber steht der Wassermann. Also sein "schatten-Partner". Und der antike Herrscher des Wassermanns ist Saturn. Darin steckt eine alte Weisheit: Innerlich ist der Löwe gar nicht so sicher, "so toll" zu sein.... Steht nun die Energie Löwe am AC so wird die Venus davon geprägt. Und das hast du sehr gut empfunden. Das kann in der Tat Stimmungsschwankungen bewirken.
Wie wir sehen, wiederholt sich das Thema im Horoskop. Ich sage dazu gern: "ein Kreisen stellt sich um eine Thematik ein". Es heißt, aus vielen Facetten des Horoskops wiederholt sich die Thematik.
Was bedeutet das?
1. Das ist ein Indiz, dass man synthetisch deutet!!
2. Man deutet richtig! Man darf seiner Deutung vertrauen.

Herzliche Grüße und einen schönen Tag
Helen
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon Helen » Mo 8. Mär 2010, 07:21

bluemoon hat geschrieben:Hallo outremer,


Ich bin bisher vor allem davon ausgegangen, dass sie sich auf ihre "blauen Aspekte" konzentriert, die männlichen Anteile nach außen projiziert - weil vielleicht schwierig - und dass sie ihr eher "entgegen kommen".

Tatsächlich ist das eine Variante, dass sie die Mars-Energie auf eher destruktive Weise lebt. Das würde auch in das gezeichnete Bild passen.

Liebe Grüße
bluemoon :wave:


Hallo Bluemonn,
auch das ist gut möglich, dass Sextile und Trigone eher von einer Frau bewusst gelebt werden, wenn darin weibliche Planeten enthalten sind. Ich habe mir an der Stelle angewöhnt in der Beratung einige Fragen an die Klienten zu stellen, um meine Vermutung zu überprüfen. Im jeden Fall werden letztlich alle Aspekte gelebt. Nur wenn sie einem nicht so bewusst sind, dann eben in der Projektion. In diesem Fall bei männlichen Begegnungen...
Es ist ein Unterschied, ob man "blind" deutet, also ohne Klienten oder ob man ihn am Telefon oder vor Ort berät.
Eine "Blind-Deutung" kann sehr tiefgründig sein, sie soll aber den Rahmen der Potenziale nicht sprengen. Wir können nicht wissen, ob ein Mensch bestimmte Talente nutzt oder wie er auf Herausforderungen reagiert.
Berät man ihn, so ist es eine ganze andere Situation. Deswegen haben wir ja das Praktikum bei uns eingerichtet! Man kommt ins Gespräch und soll seine Vermutungen klären. Man braucht keine Zeit in Spekulationen zu verlieren, der Klient wird auf wichtige Dinge hinweisen. Allerdings wird man seine Sprache oft "übersetzen" müssen. Ohne psychologische oder psychotherapeutische Kenntnisse wird man meistens nicht sehr weit kommen. Und natürlich hiflt an der Stelle auch die Intuition. Nur alleine reicht sie auf keinen Fall aus.
Fazit: Was bewusst gelebt wird oder nicht, können wir nicht wissen. In einer Deutung ohne Klienten sollen die möglichen Richtungen aufgezeigt werden. In einer konkreten Beratung orientiert man sich am Klienten und wenn es indiziert ist, ist Konfrontation mit unbewussten Themen angesagt. Dazu sollte man aber die Kompetenzen haben, oder das lieber lassen.

Liebe Grüße
Helen
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon bluemoon » Mo 8. Mär 2010, 12:59

Liebe Helen,

Helen hat geschrieben:Fazit: Was bewusst gelebt wird oder nicht, können wir nicht wissen. In einer Deutung ohne Klienten sollen die möglichen Richtungen aufgezeigt werden. In einer konkreten Beratung orientiert man sich am Klienten und wenn es indiziert ist, ist Konfrontation mit unbewussten Themen angesagt. Dazu sollte man aber die Kompetenzen haben, oder das lieber lassen.


Danke für deine Hinweise, nicht einschränkend zu deuten... ;)

Ich glaube, dass ich mich von deiner Information über Janine vom Di 2. Mär 2010, 22:13 etwas dazu verleiten lies, den Blickwinkel enger zu fassen. Wozu aber auch dadurch keine wirkliche Veranlassung bestand.

Es ist noch ein anderer Punkt, der einen bei der Deutung sicher einholen kann. Das ist der eigene Standpunkt. Ich merke immer wieder, wie super wichtig es ist, im Umgang mit einem Horoskop „uranisch“ zu denken. Also, das aus der eigenen Sicht Unmögliche möglich sein zu lassen. Sich für die Deutung von sich selbst frei zu machen – nicht immer einfach.
Dies bedarf einer guten Bewusstheit und immer wieder neu, der Eigenreflektion.

Die Konfrontation erfordert ganz sicher viel Empathie im Vorfeld, Einfühlungsvermögen und das Gespür dafür, an welcher Stelle der Klient steht und ob er „reif“ dafür ist. Um das zu entscheiden ist das Gespräch wichtig und es gibt sicher immer wieder auch die Situation, dass man etwas im Horoskop „sieht“, aber es ist dem Gegenüber (noch) nicht erfolgreich vermittelbar. Nicht zuletzt ist es natürlich davon abhängig, ob man über die geeigneten Gesprächstechniken verfügt um dem Klienten zu helfen, ein verdrängtes Thema annehmen zu können.

Liebe Grüße
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon outremer » Mo 8. Mär 2010, 19:09

Liebe Helen, liebe Bluemoon,

Bluemoon schreibt:


„Ich bin bisher vor allem davon ausgegangen, dass sie sich auf ihre "blauen Aspekte" konzentriert, die männlichen Anteile nach außen projiziert - weil vielleicht schwierig - und dass sie ihr eher "entgegen kommen"“.

Nicht dass ich dich, nach längerem Nachdenken, nicht verstehen würde, vielleicht denke ich zu einfach – oder du hast diesmal den sehr komplizierten Weg gewählt. Es hat mich zumindest gehörig verwirrt und zum Nachdenken angeregt, aber ich mache es mir vorerst lieber einfach und deute, was da ist und nicht das, was zwar da ist, aber vielleicht doch nicht. Das kommt dann später ;-). Trotzdem ein wichtiger Input!

Und Helen schreibt:

„Allerdings wird man seine Sprache oft "übersetzen" müssen. Ohne psychologische oder psychotherapeutische Kenntnisse wird man meistens nicht sehr weit kommen. Und natürlich hiflt an der Stelle auch die Intuition. Nur alleine reicht sie auf keinen Fall aus“.

Zitat Bluemoon:
„Nicht zuletzt ist es natürlich davon abhängig, ob man über die geeigneten Gesprächstechniken verfügt um dem Klienten zu helfen, ein verdrängtes Thema annehmen zu können“

Ja, ich dachte mir schon öfters, dass es vor einem Gespräch notwendig wäre, herauszufinden, wie der Merkur des „Zuhörers“ funktioniert und die eigene Ausdrucksweise anzupassen. Ich drücke mich blumig aus, viele verstehen mich, aber manchmal stoße ich auf Unverständnis. Dann muss ich umschwenken und versuche, klar und knapp die Tatsachen klarzulegen. Aber auch mein Merkur besitzt Grenzen.

Ich beende gerade die Grundausbildung in der Astropraxis und bin einfach zu neugierig, wie es weitergeht; außerdem fange ich gerade an, einiges besser zu verstehen und möchte unbedingt weitermachen – aber: oh je, ich besitze zwar eine gewisse Menschenkenntnis (und neben Intuition auch eine blühende Phantasie, diese Kombination führt mich manchmal in die Irre), aber keine psychologische Ausbildung. Ich bin mir der Verantwortung als „Beraterin“ sehr wohl bewusst; und da ich eben keine psychologische Ausbildung besitze, war ich bis jetzt darum bemüht, nur ja nichts Falsches zu machen. So bespreche ich gerne die Stärken eines Horoskops, und bin bei der Formulierung von Spannungen sehr vorsichtig.

Kann man, darf man, Beraterin werden ohne psychologische Ausbildung?

Das hat jetzt nicht mehr viel mit „familiärer Prägung im Horoskop“ zu tun (wenn auch vielleicht mit meiner eigenen: H12 Schütze, Jupiter H7: tu Gutes für deine Liebsten, verbreite deine Ideologie und sei optimistisch – weit bin ich ja nicht gekommen ;-)) – vielleicht sollte der Beitrag woanders einen Platz finden?

Alles Liebe

Outremer

(ich habe noch nicht herausgefunden, wie man die Zitate der Beiträge richtig kopiert)
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon bluemoon » Di 9. Mär 2010, 13:29

Liebe outremer,

outremer hat geschrieben:(ich habe noch nicht herausgefunden, wie man die Zitate der Beiträge richtig kopiert)


Um das Ende deines letzten Beitrages direkt am Anfang zu behandeln:
Ich habe unter dem Thema Fragen zum Forum den Beitrag Andere Teilnehmer zitieren eingestellt. Vielleicht hilft er dir und anderen weiter! ;)

outremer hat geschrieben:vielleicht denke ich zu einfach – oder du hast diesmal den sehr komplizierten Weg gewählt


Ich neige dazu, nicht den einfachen Weg zu wählen und schnell tiefgründig zu werden. Das ist vielleicht auch nicht immer optimal. Gerade wenn ich eine Information erhalte, ist es oft so, dass ich schon währenddessen beginne, dahinter zu blicken - mich rein zu bohren.
Möglicherweise übersehe ich dann leicht die einfachen Dinge ... :think: ...
Gut, dass wir hier die Chance haben, uns gegenseitig zu unterstützen und dabei das Blickfeld zu erweitern. :angel:

outremer hat geschrieben:Ja, ich dachte mir schon öfters, dass es vor einem Gespräch notwendig wäre, herauszufinden, wie der Merkur des „Zuhörers“ funktioniert und die eigene Ausdrucksweise anzupassen.


Das ist sicher eine wichtige Basis mit dem Klienten, was die Gesprächsführung anbelangt auf eine Ebene zu gehen.

outremer hat geschrieben:Aber auch mein Merkur besitzt Grenzen.


Natürlich. Das wird jedem so gehen. Du kannst auch nach meinem Verständnis nicht mehr autentisch sein, wenn du versuchst, diese Grenzen zu überschreiten - nur des Klienten wegen. Das hilft weder ihm noch dir und da ist es besser, sich seine Autentizität zu bewahren, auch wenn das bedeutet, dass die gemeinsame Sprachebene ihre Grenzen findet.
Und Schließlich gilt doch: "Jedes Töpfchen findet sein Deckelchen" - du wirst als Beraterin hauptsächlich die Menschen anziehen, die zu dir passen. Wir hatten dieses Thema schon einmal an anderer Stelle (Ich hab' dich erkannt... ;) ...!) und wenn du gerne Blumen streust, so wird es Menschen geben, die sie genauso gerne aufsammeln! :D

outremer hat geschrieben:Kann man, darf man, Beraterin werden ohne psychologische Ausbildung?


Deine Vorsicht ist begründet. Dafür dient ja auch der zweite Ausbildungsteil, hier eine Grundlage zu legen und zu lernen, nicht nur zu deuten, sondern auch den Menschen im Gespräch zu erkennen. Das Gehörte in der Radix zu finden, aber auch Lösungen zu entdecken und dem Klienten im geeigneten Gespräch Erkenntnisse zu bescheren - dies leisten zu können, dabei unterstützt der Teil der Ausbildung, in den du nun bald eintrittst.

outremer hat geschrieben:Das hat jetzt nicht mehr viel mit „familiärer Prägung im Horoskop“ zu tun (wenn auch vielleicht mit meiner eigenen: H12 Schütze, Jupiter H7: tu Gutes für deine Liebsten, verbreite deine Ideologie und sei optimistisch – weit bin ich ja nicht gekommen ;-))


Na, dann sind wir hier vielleicht doch nicht so ganz falsch - wenngleich mit diesem Dialog tatsächlich das Thema etwas veränderte Züge annimmt. Eine Entwicklung, die aber bei unseren Dialogen an anderer Stelle auch schon tendenziell zu beobachten war...:mrgreen:

"Tu Gutes für deine Liebsten" - ja, du kannst es aber auch erweitern: Tu Gutes für dein Gegenüber (Haus 7) und schon bist du wieder in der Klienten - Berater Situation. Aber es heißt auch: Lass' dir von Partnern Gutes tun! Du darfst es in beide Richtungen annehmen und so gesehen, wird dir das Aufbaustudium ganz sicher die Möglichkeit eröffnen, im Dialog deine Kompetenzen zu erweitern und auch Hilfestellung zu erhalten.

outremer hat geschrieben:weit bin ich ja nicht gekommen ;-)


Wer hat gesagt, wie weit du kommen mußt? Vielleicht ist das genau der Punkt, an dem du dich aus deiner familiären Prägung lösen solltest.

Einerseits: "Tu Gutes für deine Liebsten, Partner, Klienten, Gegenüber...!"
Andererseits: "Gemäß deiner Individualität und innerhalb der von dir selbst gesetzten Grenzen!"
Außerdem steckt da für mich auch drin: "Nimm Gutes von der anderen Seite an - aber du entscheidest, wieviel du gerne nehmen magst!"

Das ist vielleicht genau der Punkt:
Einerseits den familiären Auftrag annehmen, aber ihn so ausgestalten, dass er einem selbst gut tut. Denn nur dann kannst du für dich und deine dahinter stehende Familie damit auch ein Erlösungswerk betreiben.
Das geht nach meiner Auffassung dann nicht, wenn man nur anderen gerecht werden will - dann schafft man eher neue Probleme, die vielleicht wieder in die nächste Generation hinein reichen.

Das Geben und Nehmen von Wachstum und Unterstützung in den Ausgleich bringen - ohne Einbahnstrasse - könnte das vielleicht eine konstruktive Umsetzung deiner von dir genannten familiären Prägung sein?

Liebe Grüße
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Re: Familiäre Prägung im Horoskop

Beitragvon Helen » Di 9. Mär 2010, 19:25

Hallo Outremer,
wir haben eine tolle Anweisung für die Foren mit etlichen Screenshots. Möchtest du sie haben? Darin ist die Technik minuziös erklärt...
Melde mich später wieder...
Liebe Grüße
Helen
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