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Kosmos und Astrologie

Der Tanz Plutos an den Abgründen des Galaktischen Zentrums in den Jahren 2006/7

Anabela Cudell, Mai 2006

Die astrologische Gegenwart zu erkennen, ist eine Kunst, weil ein Augenblick in der Gegenwart anders erlebt wird als zu einem späteren Zeitpunkt, wenn er bereits Geschichte geworden ist.

Es wäre schön wenn man die Zukunft vorhersehen könnte, wenn man sie kaufen könnte wie ein Packet Milch im Supermarkt. Man kann ja heute alles kaufen - oder es sieht manchmal so aus, als ob man alles kaufen könnte. Dann wäre es doch toll wenn man mit Hilfe der Astrologie und guter Software die Zukunft auch kaufen und verkaufen könnte.

Doch ich sage gerne: "Sehe die Gegenwart, dann siehst du die Zukunft." Die Zukunft zu erkennen ist genau so schwer wie die Gegenwart zu erkennen. Es klingt paradox. Doch wie häufig passiert etwas, das uns erst viel später bewußt wird. Manchmal müssen 10 Jahre vergehen, bis wir richtig bemerken was zu einem bestimmten Zeitpunkt abgelaufen ist. Das Leben spielt sich auf mehreren Ebenen ab, die uns nicht immer bewußt sind. Begriffe hierfür sind "Geistesgegenwart" oder "momentanes Bewusstsein". Wer wartet schon auf die "Gegen- Wart" um ihr zu begegnen? Für die Gegenwart ist man so oft abwesend. Das Leben, jedoch, spielt sich in der Gegenwart ab, und nicht in der Zukunft und auch nicht in der Vergangenheit. Wenn man einen schlechten Bezug zur Gegenwart hat, kann man auch nicht erwarten die Zukunft zu sehen. Die Zukunft ist das Ergebnis der Gegenwart. Wer die Gegenwart verstehen kann, dem wird es auch leichter fallen die Zukunft zu sehen. So wie die Gegenwart sich in verschiedene Bereiche und Bewusstseinsniveaus verteilt, ist auch die Zukunft verteilt. Das Galaktische Zentrum (GZ) hat die Eigenschaft diese Niveaus oder Bereiche zu verbinden oder zu vermischen. Deshalb kommen unter einem galaktischen Einfluss manchmal Dinge zum Vorschein, die man nicht erwartet hätte, oder auf die man selbst in optimistischen Vorstellungen nicht gehofft hätte.

Die Pluto – Konjunktion – Galaktisches Zentrum ereignet sich: die 1. am 29.12.06; die 2. am 17.7.07 (Pluto ist rückläufig), die 3. und letzte am 28.10.07. Am 29.3.06 näherte sich der stationäre Pluto (PL) auf 11'. Das Galaktische Zentrum (GZ) steht für das Jahr 2006 bei 26°56' Schütze und für 2007 bei 26°57' *).

Nun ist es soweit, das Stichjahr hat begonnen. PL auf dem GZ bedeutet plutonische Energien werden verstärkt zum Ausdruck gebracht. Diese werden für ein paar Jahre zur Kulisse der Weltpolitik. PL als Langsamläufer, verweilt lange in der Nähe eines Punktes des Fixsternhimmels. Die Jahre der genauen Konjunktion (KJ), 2006 und 2007, kann man durchgehend als intensivste Zeiten des Aspekts ansehen. Die 3 bis sogar 5 Jahre davor und danach gehören als breiterer Zeit-Orbis zum Aspekt dazu. In den Jahren davor wird das Szenario sozusagen vorbereitet und langsam aufgebaut. Die Stichjahre selbst sind Jahre der Wende, des Umschwunges, des Umpolens; in den Jahren danach klingt die Welle ab. Die passierten Veränderungen bzw. Umformungen werden eingebürgert, als neuer Zustand akzeptiert und beibehalten, wie etwas völlig Selbstverständliches, wie Erz, das geschmolzen und in eine neue Form gegossen wurde und dann im neuen Zustand erstarrt. Die Schlüsseljahre sind eine Zeit grundlegender Veränderungen, die auf allen Ebenen stattfinden, von der persönlichen, über die gesellschaftliche, bis hin zur internationalen Politik. Irgendwann ist diese Zeit abgeklungen (in den 3 - 5 Jahren nach 2007). Ein "alter" oder eher ein neuer Trott beginnt. Es besteht kein Bedarf mehr über grundsätzliche Dinge nachzusinnen; PL wird sich aus dem Wirbel des GZ entfernt haben, die Welt wird wieder "funktionieren".

Und man denkt vielleicht mit Sehnsucht zurück - obwohl es schmerzlich war in der Leere und den Unsicherheiten (=GZ) zu verharren, während soviel umstrukturiert wurde, war es auch eine schöne Zeit, gerade weil soviel in Bewegung war! Im März 2006 näherte sich PL dem GZ in seiner stationären Phase. Er blieb relativ lange in der engsten Umgebung des GZ, um im sehr geringem Orbis von nur 11' kehrt zu machen und sich ebenso langsam, rückläufig wieder zu entfernen. Im September hat PL, der zwischendurch, außerhalb der stationären Phase auch schnell lief, sich bis auf 24°04' Schütze zurückbewegt, und wird jetzt rechtläufig. Dort ist er zwar in einem 3°-Orbis zum GZ, aber der Einfluss bleibt bemerkbar, vielleicht etwas abgeschwächt. Von nun an gleitet PL unaufhaltsam in die volle KJ hinein, die Ende Dezember Tatsache ist. Wie mag es sich anfühlen?

Was wir Ende März erlebten, war ein Anhalten kurz davor und dann ein zurückweichen, obwohl wir durch die große Nähe schon Kontakt zur stärksten GZ-Qualität hatten. Jedenfalls rast PL im Dezember 2006 durch die KJ, dieses Mal in seiner vollen Geschwindigkeit. Er rast weiter, verlangsamt sich Ende März 2007 um bei knapp 29° den Rückwärtsgang einzulegen. Er bildet im Juli 2007 die zweite (rückläufige) KJ. Im September geht es wieder rechtläufig weiter um Ende Oktober die uns AstrologInnen gutbekannte KJ-Dreiheit abzuschliessen. - Alle guten Dinge sind drei! Das war also die dritte und letzte KJ für dieses Mal. PL geht seine gewohnten Wege und entfernt sich. Im März wird er wieder rückläufig, um sich noch mal anzunähern. Im September 2008 - im Umkehrpunkt - späht PL noch einmal in den Schlund des GZ hinein, in das unendliche Licht oder das unendliche Schwarz, die unendlich dichte Masse (mit 1°30 Orbis bei 28°29 Schütze). Dann verabschiedet sich PL endgültig für den diesmaligen Besuch **).

Gleichzeitig spielen sich natürlich auch alle anderen bekannten astrologischen Einflüsse ab. PL-KJ-GZ bildet eine sich nur langsam verändernde Kulisse für ein Schauspiel, das sich im Vordergrund mit kurzlebigeren Szenen - der anderen astrologischen Himmelskörper - abspielt. Im Januar 2007 bildet Jupiter eine KJ zu Antares. Dadurch entsteht Optimismus und ein Wunsch nach Verwirklichung. Antares klärt die Nebel des GZ, färbt sie und macht sie plastisch. Man kann die Transformationen besser handhaben.

Einige PL-Themen werden hier besprochen. Es gibt sicher viele andere.

Schamanismus und Hexenkunst sind PL-Themen, da sie mit Regeneration und geheimem Wissen zu tun haben. Hier residiert ein Phänomen namens Harry Potter. Die Menschen, und insbesondere auch die Kinder, beflügeln ihre Inspiration mit Erinnerungen an die alten, verschwundenen Zauberkünste. In den Buchläden vermehrten sich in den letzten Jahren die Bücher zu diesen Themen. Es werden schamanische Ausbildungen gemacht. Man sucht Schamanen bei den existierenden, alten Naturvölker auf und will von ihnen lernen. Es werden Hexensabate gefeiert und man forscht nach der verloren gegangenen Hexenkunst.

Alternative Medizin: PL steht für Regeneration. Die alternativen Heilmethoden unterstehen PL in dem Sinne, dass sie zum einen die Macht der Schulmedizin in Frage stellen und zum anderen eine tiefe Regeneration darstellen und das GZ steht für Heilung und Heilmethoden. Oft greifen die alten Heilmethoden auf schamanisches Wissen zurück. Es ist anzunehmen, dass sich der alternativen Medizin ganz neue Möglichkeiten eröffnen, dass sie einen Durchbruch erlebt und einen kleineren oder größeren Schritt in Richtung Gleichberechtigung mit der Schulmedizin tut, dass die Schulmedizin bzw. die Universitätswissenschaften etwas von ihrer Macht abtreten müssen und sich selber auch regenerieren.

Sexualität: Tantra u.ä. sind immer weiter verbreitet. Es gibt immer mehr Menschen, die es lernen und es werden immer mehr Kurse dazu angeboten. Die Homo-Ehe ist eine weitere gewaltige Veränderung, ebenso die neuen Zeugungs- und Fortpflanzungstechnologien. Es entsteht eine erneute Bewusstwerdung, dass Kindesmissbrauch ein Verbrechen ist. Katholische Pfarrer und andere Geistlichen, die sich eigentlich zölibatär geben sollten, werden als Pädophile entlarvt (Thema Kirche).

Kultur: Es entstehen neue Stile in Musik, Theater, Kunst, neue Glaubensformen, neue Methoden in der Technik. Die Kirche verliert etwas von ihrer Macht durch Bewusstwerdung, Spiritualität, Schamanismus, Buddhismus u. a., verwandelt und regeneriert sich andererseits. Neue Autonomie für alte Naturvölker und ganz neue Chancen für den Umweltschutz, für Frauenfragen, für die Rechte der Tiere und für andere brennende Themen sind zu erwarten. In der Astrophysik ist das GZ Themenschwerpunkt von nicht minder als 4 Tagungen im Jahr 2006. PL richtet also auch den Blick der Wissenschaft auf das GZ.

Welche Intensität hat die PL-KJ-GZ 2006/7? Wenn AstrologInnen eine Prognose machen erwarten manche Menschen einen Weltuntergang oder zu mindest den Untergang einer ganzen Kulturepoche. Warum, jedoch, sollten gerade wir, die zur heutigen Zeit Lebenden, das Privileg haben, so einer gewaltigen Zeitenwende beizuwohnen?

PL-KJ-GZ ereignet sich ca. alle 250 Jahre. Außerdem passieren ähnliche Durchgänge ein paar Mal im Jahrhundert - ein Langsamläufer (Uranus, Neptun oder PL) bildet eine KJ mit einen nebulösen Himmelskörper (das GZ ist nicht der Einzige). In den 80er Jahren (des 20. Jhs.) wurde das GZ gleich zweimal von Langsamläufern aufgesucht. 1982-83: Neptun-KJ-GZ und 1987-88: Uranus-KJ-GZ. 1993 bildeten Uranus und Neptun untereinander die KJ. Deshalb fanden so dicht hintereinander die beiden Kj der 80er Jahre statt.

Die PL-KJ-GZ versetzt uns alle in Schwingung, wie eine Welle, die eine Boje hoch und wieder abschwimmen lässt. Diese Zeit ist wichtig für das Jahrzehnt, in dem wir leben und auch im Kontext von 20 oder 30 Jahren. Sie ist ein Höhe- oder Tiefpunkt und kann wie jeder astrologische Einfluss positiv oder negativ gelebt werden. In der Zeitspanne eines Menschenlebens ist es eine wichtige Zeit, mit intensiven persönlichen und gesellschaftlichen Momenten. Aber wie so oft sieht man den Wald vor Bäumen nicht. Es passiert so viel, ständig gibt es neue Anreize, Moden, Konsumgüter, Probleme jeder Art, sodass ein Effekt, der ein paar Jahre dauert, möglicherweise im Karussell des täglichen Lebens untergeht.

Die persönliche Ebene: Es ist eine Zeit, die man/frau zur Bewusstwerdung nutzen sollte und wenn einige (alltägliche) Dinge nicht so glatt laufen, wie es gewünscht wurde, ist es besser, diese ruhen zu lassen, bis der Transit vorbei ist. Andere Leute stehen ja unter dem gleichen Einfluss und erfahren evtl. auch eine Verlangsamung, Vernebelung, Chaotisierung. Wenn man darauf besteht, im normalen Trott weiter zu funktionieren, kann sich der Knoten vielleicht nur noch fester ziehen, und am Ende gar nicht mehr lösen lassen. Ein schlecht gelebter GZ-Einfluss kann wie ein "negativer" Neptun-Transit wirken.

Gut gelebt, bietet er einmalige Einblicke in komplexe und sogar lebenswichtige Problemstellungen und Sachverhalte, befähigt zur Heilung oder Reparatur. Das bezieht sich nicht nur auf den Gesundheitszustand, sondern auch auf politische, gesellschaftliche und soziale Zusammenhänge. Wichtig ist sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Schnelle Lösungen sind jetzt abzulehnen. Ethik und Ehrlichkeit zu sich selbst bieten eine gute Standhaftigkeit in solchen wirren Zeiten.

Die Gedanken laufen nicht in den gewohnten Strömen. Es ist so als ob bestimmte Kraftfelder unserer Gedankenwelt abgeschaltet sind und eine Schwerkraft fehlt. Dadurch fallen wir leichter in alte Verhaltensmuster – schwarze Löcher der Seele – aus denen wir so schnell nicht wierder herauskommen. Das Ergebnis ist, wir fühlen uns entkräftet, depressiv oder agressiv. Letztendlich bedeutet PL-KJ-GZ Macht über sich selbst zu erlangen, Macht über die eigenen Gedanken, Gefühle, Regungen. Naturvölker konnten in schwierigen Momenten nur dadurch überleben, dass jedes Mitglied viel persönliche Macht besaß. Dafür entwickelten sie schamanische Methoden. Da wir nun eine plutonische Zeitenwende beschreiten werden alte und neue schamanische Techniken und Naturheilverfahren errinnert, der Respekt für andere Lebewesen und für die Natur wieder aufgegriffen.

Das GZ***) ist der Punkt, wo die ganze Galaxie zusammen gehalten wird. Auf analoge Weise ist es symbolisch der Knotenpunkt, wo die ganze Logik unserer Welt zusammentrifft! Es ist also ein sehr intensiver Moment, wo sich sehr viel ereignet. Unser momentanes Bewusstsein reicht jedoch nicht aus, um alles zu begreifen, weil nicht alles offensichtlich ist.

Politik: Weil die PL-KJ-GZ auf einen 250 Jahre-Zyklus 4) zurückgreift, werden u.a. alte, mundane Ereignisse durch den Transit wieder aktiv. Es sind kleinere oder größere Machtbeben und Machtumlagerungen zu erwarten (PL = Macht), die jedoch nicht gewaltvoll sein müssen. Verkrustete Strukturen werden aufgeweicht und können jetzt neu geformt werden. In der Intensität der Stichjahre entsteht vielleicht eine erstaunliche Offenheit gegenüber neuen Ideen und ganz neue, sogar revolutionäre Methoden werden ganz spontan eingeführt. In Marrokko, z.B., anerkennt der junge König die Verbrechen des Regimes seines Vaters, würdigt und entschädigt die Opfer; in Spanien handelt die Regierung mit der E.T.A. einen dauerhaften Frieden aus. Es entstehen politische Neuordnungen, die sich allerdings schon heute andeuten. Eine davon ist die EU-Osterweiterung. Möglicherweise gibt es noch einige Überraschungen. Einige Entwicklungen enstehen jetzt im Keime, werden aber erst in 3 bis 7 Jahren sichtbar. 5)

Durch seine Langsamkeit verharrt PL besonders lange im Aspekt und zwingt manche PolitikerIn auch in die Knie. Die dunklen Tiefen Plutos versetzen so manchen in Angst und Schrecken. Zusammen mit der Leere des GZ ensteht bei einigen Menschen vielleicht eine verzweifelte Sehnsucht nach diktatorischen Zuständen, um so alles unter Kontrolle zu haben. Neue Formen von Polizei, Überwachung und Sicherheitskräften werden gegründet, vielleicht auch Spionage- und Geheimdienste, sodass auch Ungutes übrig bleibt aus diesem Zyklus. Wie schon zu vorangegangenen Zyklen dieser KJ geht es um die Weltherrschaft. Macht ist ja ein PL-Thema. Wer beherrscht die Weltmeere, den Welthandel, den Weltraum, das Geld, die Bodenschätze, die Energieressourcen, die Dritte-Welt-Länder, die billige Arbeitskraft, das Internet, die öffentliche Meinung usw., usw.? Es geht um Macht und Ohnmacht. Einige Länder werden die Macht über andere erlangen, oder verlieren. Die USA halten z. Z. die Welthegemonie, sind als unbesiegbar anerkannt. Diese Unbesiegbarkeit gründet auf neue Methoden und Techniken. Doch die Geschichte lehrt uns, dass kein Imperium ewig währte. Nach wenigen Jahrzehnten übernehmen andere dieselben Methoden.

In einigen Ländern entsteht ein Machtvakuum, durch verzwickte politische Zustände (z.B. Argentinien) - oder die Politik regeneriert sich dadurch dass undemokratische Regierungen abgeschaft werden. Der Kolonisationsversuch der USA u.a. im Irak um an dessen Bodenschätze (Pluto) zu gelangen, gehört zu diesem Aspekt. Möglich ist, dass eine überraschende Änderung eintritt, wie ein Rückzug aus dem Irak. Möglich ist auch, dass ein großer (vielleicht nur vorübergehender) Frieden geschlossen wird. Für das Machtchaos (PL=Macht + GZ=Chaos) im Iraq (und auch für Palästina/Israel), das galaktisch kräftigst durchgewirbelt wird, kann sich eine Reinigung ergeben, und auf diese Art eine ganz neue Staatsform aus der Taufe gehoben werden.

Terrorismus, Gewalt, Grausamkeit: Man hat sich inzwischen schon fast daran gewöhnt. Ganz neue Formen der Gewalt entstanden, wie die Selbstmordattentate. Die ganze Welt steht wie unter einem Bann, der Angst vor Terroristen. Neue Formen des Terrors stellen Dinge in Frage, die vorher als unantastbar galten, etwa die Sicherheit in den westlichen Ländern. Überall auf der Welt sitzen kleine Jungen vorm Computer und spielen Krieg. Die Vorstellung für Gott Krieg zu führen, im Namen Gottes Verbrechen zu begehen, wie bei den moslemischen Terrororganisationen hat es bei anderen Zyklen der PL-KJ-GZ auch schon im Christentum gegeben.

Die Menschen schrecken vor den grausamsten Dingen nicht zurück, wie etwa, Kinder zum Krieg zu missbrauchen. Bestimmte Formen der Grausamkeit und Folter werden wiederum abgeschafft oder abgelehnt. Das Aufarbeiten des Traumas des 2. Weltkriegs in Deutschland verstärkt sich unter dem Einfluss der PL-KJ-GZ, weil es um die Heilung einer alten Kriegswunde geht. Auch zeitlich passt dieser Prozess zur KJ. Es gibt möglicherweise Grausamkeiten in unserem täglichen Leben, die wir nicht erkennen können, weil wir derartig daran gewöhnt sind. Das GZ kann sie sichtbar machen.

George Bush: Er kam und blieb. Er setzte seine sehr konservativen, faschistoiden Regierungsmethoden durch. Es gibt eine Sehnsucht nach den "guten, alten Zeiten". Durch die Revolutionen der 60er und 70er Jahre war ein soziales Denken entstanden, man hatte mehr Achtung vor dem Menschen gewonnen, jedenfalls im Westen. Die erkämpften demokratischen Rechte wischt George Bush einfach vom Tisch. Er lehrt uns etwas Anderes: Jetzt ist es wieder gebräuchlich, im Krieg zu sterben oder Todesurteile zu vollstrecken. Es sieht so aus, als ob das alte System, das endlich abgeschafft war, wieder eingesetzt ist. Dieser gewisse Hang zum Konservativismus ist eine Qualität des GZ. Im Vakuum des GZ kann es passieren dass die Bush-Klicke, und auch andere extreme Regierungen am eigenen Gift zu Grunde gehen (z.B. in Israel oder im Iran). Es ist anzunehmen, dass vor dem galaktischen Durchgang eine scheinbare Rückkehr alter Werte triumphalen Einzug hielt, dann aber in den Wirren der Intensität der Schlüsseljahre ganz entschieden wieder abgelegt wird. Streichen von sozialen Sicherheiten und Einrichtungen: Hier finden wir wieder die "Sehnsucht nach den guten, alten Zeiten". Früher arbeiteten die Leute (scheinbar) redlich und stellten keine Ansprüche. Sie waren (scheinbar) mit einem bescheidenen Leben zufrieden. Was steckt hinter der Sehnsucht nach billigen Arbeitskräften und nach einer (scheinbar) heilen Welt, wo Ordnung herrscht? In Wirklichkeit wünscht man/frau sich Macht über andere bestimmen zu dürfen (Pluto). Es geht darum wieviel kann und muss ein Mensch täglich arbeiten. Zu anderen Zyklen der PL-KJ-GZ ging es um Sklavenhandel (1759, 1511), heute geht es um Arbeitslosigkeit und um billige Arbeitskraft. Die Arbeitslosen sind die Machtlosen (ebenso die Landlosen oder die Ausweispapier-losen).

Die Technologische Revolution: Viele Menschen überarbeiten sich. Einige arbeiten bis sie tot umfallen. Das Ausbeutungssystem ist perfekt. Ein sehr ähnliches Phänomen ereignete sich zur Zeit der Industriellen Revolution in England (um 1760), auch bei PL-KJ-GZ genau ein PL-GZ-Zyklus zurück. Das Arbeiten bis an die Grenzen der eigenen Kraft ist ein PL-Thema. Auf der anderen Seite sind die Arbeitslosen, die gar nicht arbeiten können, weil es gar keine Arbeit für sie gibt. Diese Fülle-Leere-Polarität wird vom GZ-Einfluss verursacht, das hemmungslos die Auswüchse Plutos bloslegt. Die neuen Technologien haben den Menschen überflüssig und vor dem Machtsystem wehrlos und wertlos gemacht. Die Technik wird schneller und besser, doch der Mensch wird nicht schneller. Die biochemischen Prozesse in Gehirn und Muskeln sind genau so schnell oder so langsam wie seit Tausenden von Jahren. Die kollektive Lernerfahrung der nächsten Jahre ist möglicherweise den Wert des Menschen neu zu erfinden.

Die Hohe Finanz: das Geld- und Bankensystem wird in Frage gestellt, umstrukturiert und befindet sich im Umbruch. Es ist notwendig geworden umzudenken. Das Menschenkollektiv ist gewachsen, hat sich wirtschaftlich weiterentwickelt, die Zeiten und Bedürfnisse haben sich geändert. Diese mit PL und GZ einhergehenden Veränderungen werden als Krise gelebt. Mensch kann nun mal nicht anders, er ist gewohnt, Veränderungen negativ zu werten. Durch die Leere im GZ wird die Finanzwelt, oder Teile davon, sogar in eine Lage der völligen Ratlosigkeit versetzt. Das hängt mit der allgemeinen Steifheit des Systems zusammen und der Unfähigkeit, Veränderungen zuzulassen. Die Wirtschaft, die auf stetigem Wachstum gründet, steht möglicherweise vor einem sehr komplexen, noch nie da gewesenen, völlig unerwarteten Problemzustand (= GZ).

In diesen Schlüsseljahren gelangen wir sozusagen in die Mitte des Wirbelsturms, wo eine überraschende Stille herrscht. Diese Stille wirkt erschreckend auf einige, angenehm auf andere. Es herrscht eine gewisse Schwerelosigkeit, eine Abwesenheit von Zwängen und Druck, was zu einem Stillstand von bestimmten Prozessen führt. Da zu diesem Zeitpunkt, die Menschen die PL-KJ-GZ auch privat erleben - möglicherweise eingebunden in persönliche Transite - stehen sie sozusagen im doppelten Schach. Das bringt die Leute dazu, ernsthaft über vieles nachzudenken und letztendlich Erneuerung zuzulassen. Das GZ verlangsamt Prozesse und fächert Sachverhalte auf, Details werden sichtbar. Die Meere des Unterbewusstseins treten zurück und der Meeresboden wird sichtbar. In diesen Zeiten werden kollektive Transformationen zu PL-Themen möglich.

*) Daten für die Position des GZ von Swiss Ephemeris. Andere Datenquellen können sich um ein paar Gradminuten unterscheiden.
**) Vergangene Besuche von PL am GZ waren 1759 und 1511.
***) Für eine genauere Beschreibung des GZ siehe "Das Galaktische Zentrum in der Astrologie", 2001, Anabela Cudell bei Astro-Forum Sternzeit Nr. 7 und 8 (www.astrologie- zentrum-bremen.de) oder bei Astronova (www.astronova.net).
4) Der genaue heliozentrische, siderische PL- Zyklus beträgt 248 Jahre und ein paar Monate.
5) Etwas möchte ich meine Prognosemethoden erläutern. Ich habe mehrere Studien zu gleichwertigen Einflüssen (PL, Neptun und Uranus in Verbindung mit Galaktischen Zentren) gemacht und habe die Geschichte dazu gelesen. Geschichte kann auf viele Arten interpretiert werden, und unsere Geschichtsbücher bringen mit Vorliebe nur bestimmte Gesichtspunkte der Ereignisse, was der mundanen AstrologIn die Arbeit erschwert. Man sieht mit der Astrologie Tendenzen voraus, keine genauen Fakten. An welcher Tatsache sich die Tendenz dann festbeisst, ist sehr schwer zu sagen. Um genauere Fakten vorauszusagen, müssen mehr Informationen in die Prognose mitverarbeitet werden. Und diese sind nicht leicht zu bekommen wegen der einseitigen Geschichtsschreibung. Und dann besteht immer die Gefahr eine Wunschvorstellung hineinzuinterpretieren. Eine vergleichbare Situation ergibt sich wenn eine AstrologIn ein Personenhoroskop untersucht und sich überlegt wie dieser Mensch wohl diesen oder jenen Transit leben wird. Auch hier schaut die AstrologIn darauf, wie reagierte der Geborene bei vergangenen Transiten, was für Ziele hat er gerade, was für Themen bewegen sein Leben.

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